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Bundesthing VfGH 2006
vom 28.04 - 01.05.2006 auf der Burg Lohra bei Kassel im Südharz.

BURG LOHRA
In ältester Zeit befand sich hier vermutlich die Ruhnsburg
und ein germanisches Heiligtum. König Heinrich I. (919-936)
ließ vielleicht in die bereits vorhandene Fluchtburg eine
frühfeudale Anlage hineinbauen. Die heute noch in Resten
vorhandene Burg entstand im ausgehenden 11. Jahrhundert nach unserer
Zeitrechnung. Im Jahre 1116 wird Graf Beringer I. von Lare erwähnt,
ein Sohn des Grafen Dietrich von Linderbach und der Uta.
Tochter Ludwig des Bärtigen, des Gründers der Schauenburg. Die
Herrschaft der Grafen von Lare reichte bis in die Niederungen nördlich
der Hainleite und bis in das Werratal. Nachbarn waren die Klettenburger
und Hohnsteiner Grafen. Graf Ludwig von Lare befand sich in
der Umgebung Kaiser Lothars von Supplinburgs.
Aus dieser Zeit stammen die Reste des Hauptturmes. Sein Füllmauerwerk
im Fischgrätenverband deutet auf die Arbeit oberitalienischer
Maurer hin, der magistri Comacini. Links neben dem Turm befindet sich
das bedeutendste Bauwerk der Burg, die romanische Doppelkapelle, erbaut
zwischen 1120 und 1180. Lohra wurde zur größten Vorharzburg ausgebaut.
1227 starben die Lareschen Grafen im Mannesstamm aus. Die Burg ging in
den Besitz der Grafen von Beichlingen über. Hundert Jahre später gehörte
sie den Grafen von Hohnstein. Nach dem Tode des letzten Hohnsteiners
1593 eignete sich Herzog Heinrich Julius von Braunschweig die Grafschaft
an. Im Dreißigjährigen Krieg lag eine kaiserliche Besatzung auf der Burg
(1625), danach eine schwedische. Die verschiedenen Parteien richteten bei
ihrem Abzug große Zerstörung an. Die einstmals starke Befestigungsanlage
verlor ihre Bedeutung. Quelle: Infotafel Burg Lohra
Zur Burg Lohra
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