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Das Großsteingrab bei Upost in Mecklenburg-Vorpommern
Ganggrab (Jungsteinzeit, um 3000 v.d.Z.)

Diese aufwendigen Steinsetzungen sind die ältesten Architekturdenkmäler unseres Landes. Das Grab im Uposter Gehege ist ein eindrucksvoller Beleg für die Baukunst der steinzeitlichen Bevölkerung. Es handelt sich hierbei um eines der in diesem Gebiet seltenen Ganggräber. In die große Grabkammer führt von der Südwestseite ein flacher Zugang. Auf den vier Trägerpaaren ruhten einst vier große Decksteine, deren Oberseiten ursprünglich sichtbar waren, während die Grabkammer selbst in einem Hügel lag.

1968 wurde das Grab durch Prof. Dr. Ewald Schuldt eingehend untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Kammerboden mit einem Steinpflaster bedeckt war. Die Kammer selbst war ursprünglich durch senkrechte Sandsteinplatten gegliedert. Das Grab barg zahlreiche Beigaben wie etliche Reste von Tonscherben, mehrere Feuersteinbeile und Feuersteinmeißel sowie Querschneider und Flintklingen. Großsteingräber dieser Art waren Kollektivgräber und wurden nicht für einen einzelnen Toten errichtet.

Quelle: Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern

www.naturpark-mecklenburgische-schweiz.de

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In der Abbildung 01 ist der Grundriss des Großsteingrabes zu erkennen.

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Zerstört und zurückgelassen

Bei genauerer Betrachtung waren mir vor Ort zwei Felsen aufgefallen, die sehr offensichtlich von ihrem Ursprungsort entfernt wurden. Die Besonderheit ist jedoch vielmehr ihr gebrochener Zustand, der aufgrund verschiedener Bohrungen entlang der Bruchkante (vermutlich Sollbruchstellen) auf eine beabsichtigte Zerstörung (Sprengung?) hinzudeuten scheint. Die Bohrlöcher haben einen Durchmesser von ca. 15 mm und eine Tiefe von vielleicht 70 - 100 mm. Die Innenseiten der Löcher weisen eine verhältnismäßig glatte Oberfläche auf, woraus ich schließen würde, dass diese Zerstörung neueren Datums sein dürfte. Ich denke nicht, dass es selbst vor etwa 100 Jahren eine Technik gegeben hat, die derart präzise Bohrungen in hartes Granitgestein bewerkstelligen konnte.
Es handelt sich um ein erschütterndes und verachtenswertes Vorgehen gegen Kulturgüter, das eine Erhaltung für die Nachwelt mit großem Erfolg verhindert. Der Zustand dieser Steinsetzung entspricht nichtmal andeutungsweise dem Urzustand - Decksteine wurden entfernt und beiseite geschafft.

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Die Abbildungen 05 und 06 zeigen die Bohrlöcher.
Auf Abbildung 07 erkennt man Bohrlöcher und Bruchkante.


Weitere Anlagen im Uposter Gehege

Hügelgräber der Bronzezeit (1800 - 800 v.d.Z.)
Abbildung 08 zeigt einen schematischen Durchschnitt durch ein Hügelgrab. Eine Gruppe von mehreren kleinen Hügelgräbern (Abb. 09) aus älterer Zeit sind der slawischen Burgwallanlage (Abb. 11) vorgelagert. Hügelgräber sind das sichtbare Zeugnis bronzezeitlicher Bestattungen. Der Tote wurde in seiner Tracht begraben. Bei Frauen wurde außerdem der persönliche Schmuck, bei Männern die Waffenausstattung mit ins Grab gegeben. Als Sarg diente oft ein ausgehöhlter Baum (Baumsarg).

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Abbildung 10 zeigt die Außenansicht des rekonstruierten slawischen Burgwalls von Radusch, Land Brandenburg. Die slawische Burgwallanlage "Hoher Wall" (8./9. Jahrhundert) zählt zu dieser Art. Er ist in beherrschender Lage am Nordrand des Peenetals gelegen. Die Anlage besitzt eine fast runde Ausdehnung mit einem Durchmesser von etwa 130 m. Der Hohe Wall gehört zeitlich zu den altslawischen Höhenburgen, die im Stammesgebiet der Wilsen häufig verbreitet sind.



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